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Artikel: Kreatin Wirkung: Was bringt Kreatin wirklich? Einnahme, Dosierung & Nebenwirkungen

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Kreatin Wirkung: Was bringt Kreatin wirklich? Einnahme, Dosierung & Nebenwirkungen

Kreatin Wirkung: Was bringt Kreatin wirklich?

Kreatin gehört zu den bekanntesten Nahrungsergänzungsmitteln im Kraftsport. Trotzdem bestehen viele Fragen: Wie wirkt Kreatin? Wie viel Kreatin sollte man am Tag einnehmen? Muss Kreatin vor dem Training genommen werden? Und verursacht Kreatin Wassereinlagerungen, Nierenprobleme oder Haarausfall?

Kreatin ist vor allem für kurze, intensive und wiederholte Belastungen interessant. Kreatin unterstützt dich besonders bei kurzen, intensiven Belastungen – zum Beispiel bei schweren Sätzen im Krafttraining oder wiederholten Sprints. Bei einer täglichen Einnahme von 3 Gramm kann es die körperliche Leistungsfähigkeit in solchen Belastungssituationen verbessern.

Kreatin ist jedoch kein Wundermittel. Es ersetzt weder regelmäßiges Training noch eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Protein oder erholsamen Schlaf. Richtig eingesetzt kann es aber eine sinnvolle Ergänzung für viele sportlich aktive Erwachsene sein.

Kreatin kurz erklärt
Häufige Frage    Kurze Antwort
Was bringt Kreatin?    Es unterstützt die schnelle Energiebereitstellung bei kurzen, intensiven Belastungen.
Wie viel Kreatin am Tag?    Häufig werden täglich 3 bis 5 Gramm Kreatin Monohydrat verwendet.
Wann sollte man Kreatin nehmen?    Der genaue Zeitpunkt ist weniger wichtig als die regelmäßige Einnahme.
Muss man Kreatin jeden Tag nehmen?    Ja, üblicherweise auch an trainingsfreien Tagen.
Ist eine Ladephase notwendig?    Nein. Sie füllt die Kreatinspeicher lediglich schneller auf.
Welches Kreatin ist am besten untersucht?    Kreatin Monohydrat.
Führt Kreatin zu Wassereinlagerungen?    Eine anfängliche Gewichtszunahme durch mehr Wasser in der Muskulatur ist möglich.
Verursacht Kreatin Haarausfall?    Die bisherige Forschung belegt keinen solchen Zusammenhang.
Ist Kreatin schlecht für die Nieren?    Bei gesunden Erwachsenen zeigen aktuelle Untersuchungen bei üblichen Mengen keine relevante Verschlechterung der Nierenfunktion.
Was ist Kreatin?

Kreatin ist eine Substanz, die dein Körper selbst herstellen kann. Sie wird überwiegend in der Muskulatur gespeichert und spielt dort eine wichtige Rolle bei der schnellen Bereitstellung von Energie.

Bei einer intensiven Muskelbelastung benötigt dein Körper ATP. ATP ist ein Energieträger, den die Muskulatur unmittelbar nutzen kann. Da die direkt verfügbaren ATP-Vorräte schnell aufgebraucht sind, hilft das sogenannte Phosphokreatin-System dabei, ATP kurzfristig wiederherzustellen.

Genau deshalb ist Kreatin besonders für kurze und intensive Belastungen interessant. Dazu gehören beispielsweise:

Krafttraining mit mehreren schweren Sätzen
Gewichtheben
kurze Sprints
Sprung- und Schnellkrafttraining
hochintensive Intervalle
Mannschaftssportarten mit wiederholten Sprints

Bei langen, gleichmäßigen Ausdauerbelastungen ist dieser direkte Effekt weniger relevant.

Wie wirkt Kreatin im Körper?

Durch die regelmäßige Einnahme von Kreatin können sich die Kreatinspeicher in der Muskulatur erhöhen. Dadurch steht dem Körper bei intensiven Belastungen mehr Phosphokreatin zur schnellen Energiebereitstellung zur Verfügung.

Kreatin wirkt dabei anders als Koffein. Nach der Einnahme entsteht normalerweise kein unmittelbares Gefühl von Energie, Wachheit oder Konzentration. Stattdessen bauen sich die Kreatinspeicher über mehrere Tage oder Wochen auf.

Das bedeutet: Du musst Kreatin nicht direkt vor dem Training einnehmen, damit es funktioniert. Entscheidend ist vor allem, dass du es regelmäßig verwendest.

Was bringt Kreatin beim Krafttraining?

Beim Krafttraining kann Kreatin besonders bei wiederholten intensiven Belastungen eine Rolle spielen. Das betrifft beispielsweise mehrere schwere Arbeitssätze mit kurzen Pausen.

Je nach Person und Trainingsprogramm kann sich das dadurch bemerkbar machen, dass du:

bei bestimmten Sätzen eine zusätzliche Wiederholung schaffst,
dein Trainingsvolumen besser aufrechterhalten kannst,
bei kurzen intensiven Belastungen leistungsfähiger bleibst,
langfristig bessere Trainingsreize setzen kannst.

Aktuelle systematische Auswertungen zeigen, dass die Kombination aus Kreatin und Krafttraining die Entwicklung der Muskelkraft unterstützen kann. Die Wirkung ist allerdings nicht bei jeder Person gleich stark und unterscheidet sich unter anderem nach Trainingszustand, Alter, Geschlecht und Untersuchungsmethode.

Unterstützt Kreatin den Muskelaufbau?

Kreatin baut nicht automatisch Muskeln auf. Ohne Krafttraining entsteht durch die Einnahme allein kein vergleichbarer Muskelaufbaureiz.

Die mögliche Unterstützung des Muskelaufbaus ist vor allem indirekt: Wenn du im Training mehr hochwertige Wiederholungen oder ein größeres Trainingsvolumen bewältigen kannst, können dadurch stärkere Trainingsreize entstehen.

Untersuchungen zur Kombination von Kreatin und Krafttraining zeigen durchschnittlich kleine zusätzliche Verbesserungen bei Muskelmasse beziehungsweise fettfreier Körpermasse. Diese Durchschnittswerte sind jedoch keine Garantie für einen bestimmten persönlichen Muskelzuwachs.

Für erfolgreichen Muskelaufbau bleiben vor allem diese Faktoren entscheidend:

regelmäßiges progressives Krafttraining
ausreichende Energiezufuhr
genügend Protein
guter Schlaf
ausreichende Regeneration
langfristige Konsequenz
Wie viel Kreatin sollte man täglich nehmen?

Für eine einfache Kreatin-Routine werden häufig 3 bis 5 Gramm Kreatin Monohydrat täglich verwendet.

Bereits bei einer täglichen Aufnahme von 3 Gramm stellt sich der anerkannte positive Effekt auf die Leistung bei aufeinanderfolgenden kurzen, sehr intensiven Belastungen ein.

Für die meisten gesunden Erwachsenen ist keine komplizierte Berechnung nach Körpergewicht notwendig. Wichtiger als eine möglichst hohe Menge ist eine regelmäßige und gut verträgliche Einnahme.

Einfache Einnahme ohne Ladephase

Die unkomplizierteste Variante lautet:

Täglich 3 bis 5 Gramm Kreatin Monohydrat einnehmen.

Die Kreatinspeicher steigen bei dieser Methode schrittweise an. Bis sie weitgehend aufgefüllt sind, können einige Wochen vergehen.

Diese Vorgehensweise ist besonders für Einsteiger geeignet, weil sie einfach umzusetzen ist und meist gut vertragen wird.

Einnahme mit Ladephase

Bei einer Kreatin-Ladephase werden üblicherweise für fünf bis sieben Tage insgesamt etwa 20 Gramm pro Tag verwendet. Die Tagesmenge wird dabei auf mehrere kleine Portionen verteilt. Danach folgt eine geringere tägliche Erhaltungsmenge.

Eine Ladephase kann die Kreatinspeicher schneller erhöhen. Sie ist aber nicht notwendig. Auch mit einer konstanten Einnahme von 3 bis 5 Gramm täglich lässt sich das Ziel erreichen – lediglich langsamer.

Hohe Einzelportionen können bei empfindlichen Personen Verdauungsbeschwerden verursachen. Wer eine Ladephase durchführt, sollte die Tagesmenge deshalb nicht auf einmal einnehmen.

Kreatin vor oder nach dem Training?

Ob du Kreatin vor oder nach dem Training einnimmst, ist wahrscheinlich nicht entscheidend.

Die bisherige Forschung zeigt keinen verlässlichen Vorteil eines bestimmten Einnahmezeitpunkts. Studien, die eine Einnahme vor und nach dem Training verglichen haben, fanden keinen eindeutigen Unterschied bei Kraft- oder Muskelanpassungen.

Du kannst Kreatin daher dann einnehmen, wenn es am besten in deinen Alltag passt, beispielsweise:

morgens zum Frühstück
zusammen mit einer Mahlzeit
nach dem Training
im Proteinshake
zu einer täglich festen Uhrzeit

Eine feste Routine hilft dir wahrscheinlich mehr als die Suche nach dem theoretisch perfekten Einnahmezeitpunkt.

Muss man Kreatin jeden Tag nehmen?

Kreatin wird üblicherweise täglich eingenommen – auch an Tagen ohne Training.

Das Ziel besteht darin, die erhöhten Kreatinspeicher in der Muskulatur aufrechtzuerhalten. Deshalb ist eine regelmäßige Einnahme sinnvoller als eine Verwendung ausschließlich vor einzelnen Trainingseinheiten.

Hast du eine Portion vergessen, musst du am nächsten Tag normalerweise nicht die doppelte Menge einnehmen. Setze einfach mit deiner üblichen Tagesportion fort.

Wie lange dauert es, bis Kreatin wirkt?

Kreatin erzeugt normalerweise keinen sofort spürbaren Effekt. Wie schnell die Kreatinspeicher ansteigen, hängt von der Dosierung und deiner individuellen Ausgangssituation ab.

Mit einer Ladephase können sich die Speicher innerhalb weniger Tage deutlich erhöhen. Ohne Ladephase erfolgt die Sättigung langsamer und kann mehrere Wochen dauern.

Beurteile die Wirkung daher nicht danach, ob du dich unmittelbar nach der Einnahme anders fühlst. Aussagekräftiger sind Veränderungen über mehrere Wochen, zum Beispiel:

mehr Wiederholungen mit demselben Gewicht
eine bessere Leistung in späteren Trainingssätzen
eine Steigerung des Trainingsvolumens
Fortschritte bei Kraftwerten
Veränderungen des Körpergewichts

Auch bei korrekter Einnahme reagiert nicht jeder Mensch gleich stark.

Welches Kreatin ist am besten?
Kreatin Monohydrat

Für die meisten Menschen ist Kreatin Monohydrat die naheliegendste Wahl.

Es ist die mit Abstand am besten untersuchte Kreatinform. Alternative Varianten wie Kreatin HCL, Kreatin Citrat oder gepuffertes Kreatin konnten bisher keinen konstanten Vorteil gegenüber Kreatin Monohydrat zeigen. Kreatin Monohydrat ist zudem häufig günstiger.

Ein gutes Produkt muss daher keine komplizierte Mischung enthalten. Ein geschmacksneutrales Pulver kann ausschließlich aus Kreatin Monohydrat bestehen.

Was bedeutet mikronisiertes Kreatin?

Bei mikronisiertem Kreatin wurden die Pulverpartikel feiner verarbeitet. Dadurch lässt sich das Pulver häufig leichter in Wasser oder einem Shake verteilen.

Mikronisiertes Kreatin ist normalerweise weiterhin Kreatin Monohydrat. Die kleinere Partikelgröße bedeutet nicht automatisch, dass es stärker wirkt.

Ist Kreatin HCL besser als Monohydrat?

Kreatin HCL wird häufig mit einer besseren Löslichkeit oder einer niedrigeren benötigten Dosierung beworben. Bisher gibt es jedoch keine ausreichenden Belege dafür, dass Kreatin HCL grundsätzlich besser wirkt als Kreatin Monohydrat.

Dasselbe gilt für viele andere beworbene Kreatinformen. Ein höherer Preis oder ein moderner Produktname ist kein Beweis für eine bessere Wirkung.

Kreatin als Pulver oder Kapseln?

Kreatin Pulver und Kreatin Kapseln können denselben Wirkstoff liefern. Die Unterschiede liegen hauptsächlich in Preis, Dosierung und Anwendung.

Kreatin Pulver    Kreatin Kapseln
Meist günstiger pro Gramm    Praktisch für unterwegs
Flexible Dosierung    Kein Abwiegen notwendig
Einfach mit Getränken mischbar    Oft mehrere Kapseln täglich nötig
Große Auswahl verfügbar    Häufig höherer Preis pro Portion

Achte beim Vergleich darauf, wie viel Kreatin eine vollständige Tagesportion liefert.

Eine Dose mit vielen Kapseln kann günstig wirken. Musst du jedoch täglich sechs oder acht Kapseln einnehmen, kann sie schneller leer sein als erwartet. Vergleiche deshalb den Preis pro 3 oder 5 Gramm Kreatin.

Verursacht Kreatin Wassereinlagerungen?

Eine anfängliche Zunahme des Körpergewichts ist möglich. Kreatin kann die Wassermenge innerhalb der Muskulatur erhöhen.

Dabei handelt es sich nicht automatisch um sichtbare Wassereinlagerungen unter der Haut. Viele Sportler beschreiben die Muskulatur eher als etwas voller.

Die Veränderung kann während einer Ladephase stärker auffallen, weil die Kreatinspeicher schneller aufgefüllt werden. Wie deutlich sich das Körpergewicht verändert, ist individuell unterschiedlich.

Diese Gewichtszunahme ist nicht dasselbe wie eine Zunahme an Körperfett.

Für Sportler, die in Gewichtsklassen antreten, kann selbst eine geringe Veränderung des Körpergewichts relevant sein. In diesem Fall sollte die Einnahme entsprechend geplant werden.

Welche Nebenwirkungen kann Kreatin haben?

Kreatin Monohydrat gilt bei gesunden Erwachsenen in üblichen Mengen als gut untersucht und wird von vielen Menschen gut vertragen. Dennoch können Nebenwirkungen oder Beschwerden auftreten.

Möglich sind insbesondere:

vorübergehende Gewichtszunahme
Völlegefühl
Übelkeit
weicher Stuhl oder Durchfall
andere Magen-Darm-Beschwerden bei großen Einzelportionen

Verdauungsprobleme treten eher auf, wenn eine hohe Menge auf einmal eingenommen wird. In diesem Fall kann es helfen, die Portion zu reduzieren, eine Ladephase wegzulassen oder Kreatin gemeinsam mit einer Mahlzeit einzunehmen.

Bei starken oder anhaltenden Beschwerden solltest du die Einnahme beenden und medizinischen Rat einholen.

Ist Kreatin schädlich für die Nieren?

Diese Frage gehört zu den häufigsten Bedenken rund um Kreatin.

Aktuelle systematische Auswertungen randomisierter Studien zeigen bei gesunden Erwachsenen keine relevante Verschlechterung der Nierenfunktion durch eine übliche Kreatineinnahme. Kreatin kann allerdings den Kreatininwert im Blut leicht beeinflussen, ohne dass dies automatisch auf eine Nierenschädigung hinweist.

Kreatinin wird häufig zur Einschätzung der Nierenfunktion verwendet. Da Kreatinin auch beim Kreatinstoffwechsel entsteht, sollte medizinisches Fachpersonal wissen, wenn du Kreatin einnimmst.

Besondere Vorsicht gilt, wenn du:

eine bekannte Nierenerkrankung hast,
bereits eingeschränkte Nierenwerte hast,
Medikamente einnimmst, die die Nieren belasten können,
wegen einer chronischen Erkrankung behandelt wirst.

In diesen Fällen solltest du Kreatin nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen.

Verursacht Kreatin Haarausfall?

Die Behauptung, Kreatin verursache Haarausfall, geht hauptsächlich auf eine kleine Studie aus dem Jahr 2009 zurück. In dieser Untersuchung wurde eine Veränderung des Hormons DHT beobachtet. Der tatsächliche Haarwuchs oder Haarausfall wurde jedoch nicht gemessen.

Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie aus dem Jahr 2025 untersuchte erstmals direkt verschiedene Merkmale der Haargesundheit. Nach zwölf Wochen zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen der Kreatin- und der Placebogruppe. Die aktuelle Evidenz belegt daher nicht, dass Kreatin Haarausfall verursacht.

Bei plötzlich auftretendem oder starkem Haarausfall sollte die Ursache unabhängig von der Kreatineinnahme medizinisch abgeklärt werden.

Muss man bei Kreatin mehr Wasser trinken?

Du musst nicht zwanghaft mehrere zusätzliche Liter Wasser trinken, nur weil du Kreatin einnimmst.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist grundsätzlich wichtig. Dein tatsächlicher Bedarf hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

Körpergröße und Körpergewicht
Außentemperatur
Trainingsdauer
Schweißverlust
Ernährung
Gesundheitszustand

Trinke regelmäßig und achte besonders bei Hitze, langen Trainingseinheiten oder starkem Schwitzen auf eine angemessene Versorgung mit Flüssigkeit.

Extreme Wassermengen sind nicht automatisch gesünder.

Kann man Kreatin mit Whey Protein kombinieren?

Ja, Kreatin und Whey Protein können grundsätzlich gemeinsam verwendet werden.

Beide Produkte erfüllen unterschiedliche Aufgaben:

Whey Protein liefert Protein und essenzielle Aminosäuren.
Kreatin ist an der schnellen Energiebereitstellung in der Muskulatur beteiligt.

Du kannst Kreatin beispielsweise in deinen Proteinshake mischen. Dadurch wird es nicht automatisch stärker, die gemeinsame Einnahme kann aber praktisch sein und dir helfen, deine tägliche Portion nicht zu vergessen.

Kann man Kreatin mit Pre-Workout oder Koffein kombinieren?

Kreatin und Koffein werden häufig am selben Tag verwendet. Die bisherige Forschung zeigt nicht, dass Koffein die Wirkung von Kreatin grundsätzlich aufhebt. Die Studienlage zur gleichzeitigen Einnahme ist jedoch nicht in allen Punkten einheitlich.

Hohe Koffeinmengen können unter anderem Unruhe, Herzklopfen, Schlafprobleme oder Verdauungsbeschwerden verursachen. Achte deshalb auf deine gesamte Koffeinzufuhr aus:

Kaffee
Energy-Drinks
Pre-Workout-Produkten
Koffeinkapseln
Tee
anderen koffeinhaltigen Lebensmitteln

Treten bei der gemeinsamen Einnahme Verdauungsprobleme auf, kannst du Kreatin und koffeinhaltige Produkte zu unterschiedlichen Zeitpunkten verwenden.

Ist Kreatin für Frauen geeignet?

Kreatin ist nicht nur ein Supplement für Männer oder Bodybuilder. Es wird auch von Frauen verwendet und wissenschaftlich untersucht.

Die Studienlage speziell bei sportlich aktiven Frauen ist allerdings weniger umfangreich und die Ergebnisse fallen nicht in allen Leistungsbereichen einheitlich aus. Das bedeutet nicht, dass Kreatin bei Frauen grundsätzlich unwirksam ist, sondern dass die individuelle Reaktion und die Qualität der verfügbaren Forschung berücksichtigt werden müssen.

Frauen können grundsätzlich dieselben praktischen Kriterien beachten:

Kreatin Monohydrat wählen
regelmäßig einnehmen
mit einer niedrigen, konstanten Tagesportion beginnen
keine unnötig hohe Ladephase durchführen
bei Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme ärztlichen Rat einholen
Für wen kann Kreatin interessant sein?

Kreatin kann besonders für gesunde Erwachsene interessant sein, die regelmäßig kurze und intensive Belastungen durchführen.

Dazu gehören beispielsweise:

Kraftsportler
Bodybuilder
Gewichtheber
Sprinter
Cross-Training-Athleten
Fußball-, Handball- oder Basketballspieler
andere Sportler mit wiederholten explosiven Belastungen

Für reinen Ausdauersport ist der unmittelbare Nutzen weniger eindeutig. Eine mögliche Gewichtszunahme kann in manchen Ausdauer- oder Gewichtsklassensportarten sogar unerwünscht sein.

Wer sollte Kreatin nicht ohne Rücksprache einnehmen?

Sprich vor der Einnahme mit einem Arzt oder einer Ärztin, wenn du:

eine Nieren- oder Lebererkrankung hast,
regelmäßig Medikamente einnimmst,
schwanger bist oder stillst,
minderjährig bist,
auffällige Blutwerte hast,
wegen einer chronischen Erkrankung behandelt wirst,
dir wegen möglicher Wechselwirkungen unsicher bist.

Individuelle medizinische Empfehlungen können nicht durch einen allgemeinen Blogartikel ersetzt werden.

Worauf sollte man beim Kauf von Kreatin achten?
1. Kreatin Monohydrat wählen

Für die meisten Einsteiger ist ein einfaches Kreatin-Monohydrat-Produkt eine sinnvolle Wahl. Es ist gut untersucht und meist günstiger als alternative Formen.

2. Zutatenliste prüfen

Bei einem geschmacksneutralen Produkt kann die Zutatenliste sehr kurz sein:

100 % Kreatin Monohydrat

Aromen oder Süßstoffe sind nicht zwingend notwendig. Bei aromatisierten Produkten solltest du prüfen, wie viel reines Kreatin tatsächlich pro Portion enthalten ist.

3. Tagesportion kontrollieren

Achte nicht nur auf die Größe des Messlöffels. Entscheidend ist die tatsächliche Kreatinmenge pro empfohlener Tagesportion.

Ein großer Messlöffel kann neben Kreatin auch Aromen, Kohlenhydrate oder andere Zutaten enthalten.

4. Preis pro Portion berechnen

Vergleiche den Preis pro 3 oder 5 Gramm Kreatin:

Produktpreis ÷ Anzahl der vollständigen Tagesportionen

Damit kannst du verschiedene Packungsgrößen, Pulver und Kapseln fairer vergleichen.

5. Transparente Produktinformationen beachten

Ein seriös gekennzeichnetes Produkt sollte unter anderem verständliche Informationen zu diesen Punkten enthalten:

Zutaten
Kreatinmenge pro Portion
empfohlene Tagesmenge
Nettofüllmenge
Mindesthaltbarkeit
Chargennummer
Hersteller oder verantwortliches Unternehmen
notwendige Warn- und Anwendungshinweise
6. Marketingversprechen kritisch prüfen

Aussagen wie „zehnmal stärker“, „garantierter Muskelaufbau“, „keine Wassereinlagerungen“ oder „sofortige Wirkung“ solltest du kritisch betrachten.

Ein moderner Name oder ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch, dass ein Kreatinprodukt besser wirkt.

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Häufig gestellte Fragen zu Kreatin
Ist Kreatin ein Steroid?

Nein. Kreatin ist kein anaboles Steroid und kein Hormon. Es ist eine körpereigene Substanz, die am Energiestoffwechsel beteiligt ist.

Ist Kreatin ein Trainingsbooster?

Kreatin kann Bestandteil eines Pre-Workout-Produkts sein, wirkt aber nicht wie ein Stimulans. Es verursacht normalerweise keinen sofortigen Energie-Kick.

Sollte man Kreatin an trainingsfreien Tagen nehmen?

Ja. Kreatin wird üblicherweise täglich eingenommen, damit die erhöhten Kreatinspeicher erhalten bleiben.

Kann man Kreatin morgens nehmen?

Ja. Kreatin kann morgens, mittags oder abends eingenommen werden. Die regelmäßige Einnahme ist wichtiger als die Uhrzeit.

Kann man Kreatin abends nehmen?

Ja. Kreatin enthält von sich aus kein Koffein und wirkt nicht stimulierend. Es kann daher grundsätzlich auch abends eingenommen werden.

Sollte man Kreatin auf nüchternen Magen nehmen?

Das ist nicht notwendig. Bei empfindlichem Magen kann die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit angenehmer sein.

Wie lange kann man Kreatin einnehmen?

Eine feste Kur ist für gesunde Erwachsene nicht grundsätzlich erforderlich. Kreatin wurde sowohl über kurze als auch über längere Zeiträume untersucht. Entscheidend sind eine angemessene Dosierung, gute Verträglichkeit und deine persönliche gesundheitliche Situation.

Muss man Kreatin regelmäßig absetzen?

Eine Einnahmepause ist nicht zwingend notwendig. Du kannst Kreatin aber jederzeit absetzen.

Was passiert, wenn man Kreatin absetzt?

Nach dem Absetzen gehen die erhöhten Kreatinspeicher schrittweise auf das persönliche Ausgangsniveau zurück. Auch das zusätzlich in der Muskulatur gespeicherte Wasser kann abnehmen. Dadurch kann das Körpergewicht leicht sinken.

Du verlierst durch das Absetzen nicht plötzlich die tatsächlich aufgebaute Muskelmasse. Möglicherweise fällt jedoch ein Teil des zusätzlichen Wassergewichts weg.

Macht Kreatin dick?

Kreatin führt nicht direkt zu einer Zunahme von Körperfett. Eine Veränderung auf der Waage kann vor allem durch mehr Wasser in der Muskulatur entstehen.

Kann man Kreatin dauerhaft nehmen?

Gesunde Erwachsene verwenden Kreatin häufig über längere Zeiträume. Bei bestehenden Erkrankungen, auffälligen Blutwerten oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte die langfristige Verwendung medizinisch besprochen werden.

Ist teures Kreatin besser?

Nicht automatisch. Kreatin Monohydrat ist gut untersucht und häufig preisgünstig. Achte stärker auf Zusammensetzung, Dosierung, transparente Qualitätsinformationen und den Preis pro Tagesportion als auf den Produktnamen.

Fazit: Lohnt sich Kreatin?

Kreatin gehört zu den am besten untersuchten Nahrungsergänzungsmitteln im Sport. Es ist besonders für kurze, intensive und wiederholte Belastungen interessant.

Für die meisten Einsteiger ist die Anwendung einfach:

Kreatin Monohydrat auswählen
täglich 3 bis 5 Gramm einnehmen
auch an trainingsfreien Tagen verwenden
einen gut verträglichen Zeitpunkt wählen
keine Ladephase durchführen, sofern eine schnelle Sättigung nicht wichtig ist

Der belegte positive Effekt auf die körperliche Leistung bei aufeinanderfolgenden kurzen, sehr intensiven Belastungen stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 3 Gramm Kreatin ein.

Kreatin ersetzt jedoch keine gute Trainingsplanung. Die Grundlage für Fortschritte bleiben regelmäßiges Training, eine passende Ernährung, genügend Protein und ausreichende Regeneration.

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Hinweis

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die auf dem jeweiligen Produkt angegebene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit, Medikamenteneinnahme oder Unsicherheiten solltest du vor der Verwendung medizinisches Fachpersonal konsultieren.

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